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"Die frühe Diagnose der Endometriose" |
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Dr. James Carter: Wir befinden uns hier bei der Internationalen Gesellschaft für Gynäkologische Endoskopie und ich unterhalte mich mit Dr Ivo Brosens über seine Arbeit an der Katholischen Universität Leuven über die frühe Diagnose der Endometriose. Dr Brosens, würden Sie bitte einige Worte hierzu sagen? Dr Ivo Brosens: Ja, ich glaube das Problem, das wir heutzutage bei der Diagnose der Endometriose haben, ist die lange Zeit bis zur Diagnose. Mit anderen Worten, es dauert etwa zwischen 3 1/2 und 7 Jahren mit Beschwerden, bis die Diagnose gestellt wird. Es ist eine der Erkrankungen mit dem längsten Zeitraum zwischen Begiin von Symptomen und Diagnose. Das Hauptproblem scheint mir hier, daß obwohl die Laparoskopie an sich eine ausgezeichnete Methode ist, um die Diagnose zu stellen, sie eine invasive und teuere Methode ist. Man kann sogar sagen, daß sie als diagnostisches Verfahren zu teuer und zu invasiv ist. In fünfzig Jahren ist die.Laparoskopie zum goldenen Standard geworden, bei gleicher Technik. Uns beschäftigen zwei Dinge. Erstens glauben wir, daß das Gas eine Reihe von Artifakten verursacht, die uns bei der Sicht auf sehr delikate Strukturen wie die Fimbrien oder sehr diskrete Endometrioseveränderungen stören. Wir fanden heraus, daß man die Eileiter am besten in einem Unterwassersystem untersucht, damit man die Falten und Zilien sehen kann und diese nicht maskiert werden. Mein Kollege, Stephen Gross, hatte dann die Idee, den culdoskopischen Zugang mit der Unterwassermethode zu kombinieren. Ich glaube, daß diese Kombination die Möglichkeit verschaft, Tube und Ovar in ihrer natürlichen Position zu untersuchen. Ohne Manipulation kann man die Tuben sehr gut sehen und auf Adhäsionen untersuchen. Das Verfahren lässt sich auch ambulant, unter Lokalanästhesie anwenden. Diese Methode gibt der Patientin die Gelegenheit, Endometriose besser zu verstehen. Wird die Diagnose frühzeitig gestellt, wird die Patientin in der Regel nicht so verängstigt. Dann wird sie auch gegebenenfalls ein Abwarten akzeptieren und einer zweiten Untersuchung nach 6 oder 12 Monaten zustimmen, bei der der individuelle Verlauf der Erkankung beurteilt werden kann, da viele Endometriosepatientinnen sehr beunruhigt sind. Ich halte die Laproskopie für ein ausgezeichnetes operatives Verfahren. Man sollte allerdings die Diagnostik und Entscheidung zur Operation von der Operation selbst trennen. Ich denke, daß die Patientinnen davon profitieren werden. In Europa nennen wir dieses Verfahren Transvaginale Hydrolaparoskopie. Dr. James Carter: Vielen Dank, Dr. Brosens. |
